18-JÄHRIGE NORA ERMORDET

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Konstantin
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18-JÄHRIGE NORA ERMORDET

Beitrag von Konstantin » 09.12.2007, 11:12

Hallo,

ich wurde gestern mit einer Nachricht geschockt, kann ich bis jetzt noch nicht erholen, konnte die Nacht kaum schlafen!

Bei uns, quasi vor der Haustür wurde in der Nacht auf Samstag eine 18-jährige Frau vergewaltigt und ermordet (erschlagen). Ich kenne sie, vom sehen und von ihrer älteren Schwester, da wir zusammen zur Schule gegeangen sind. Es war die jüngste der 3 Töchter und somit der Liebling der Familie. Die Mutter haben sie gleich ins Krankenhaus gefahren, also die Polizei es ihr mitteilte. Ich kann gar nicht klar denken, macht mich total fertig.

Heute kommt es schon die ganze Zeit in den Nachrichten.
Zuletzt geändert von Konstantin am 11.12.2007, 18:27, insgesamt 3-mal geändert.
Schöne Grüße
Konstantin
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Dass der Mensch Dinge habe, ist nicht von Übel. Aber dass sie oft seine Freiheit erdrücken und ihn selbst besitzen und haben, das ist von Übel.

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Beitrag von Rosa » 09.12.2007, 12:23

Oh Gott, das ist ja schrecklich.Das glaube ich dir ,dass du da sehr aufgewühlt und geschockt bist.Das ist doch was anderes,wenn es unmittelbar in der Nachbarschaft passiert oder man das Mädchen auch noch kennt, als wenn man es "nur" so in der Zeitung liest.

Ich kann dir nur raten darüber so viel es geht zu reden. Reden ,reden ,reden ! Damit verarbeitest du es .

Hoffentlich fassen sie recht schnell den Mörder.

Mein großes Mitgefühl ist bei der Familie.

Konstantin
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Beitrag von Konstantin » 09.12.2007, 12:45

Jaja bin total aufgewühlt, vorallem weil es keine komplett unbekannte war. Die Nachrichten sagen momentan, dass es zu keiner Vergewaltigung gekommen ist, diese Aussage ist aber noch nicht bestätigt, da momentan erst die Obduktion stattfindet. Die Handtasche der Frau wurde aber ca. 2 km weiter in einem anderen Ort gefunden. Also muss dieser Schweinehund sie dahin geschlept haben und die Tat dort verübt haben. Ich leide so sehr mit der Familie! Ich hoffe nur dass mir der Täter unbekannt ist, sonst wird die Situation noch schlimmer. Und ich hoffe dass das verdammte Gesicht desjeniegen zeigen!

Hier der Artikel unserer lokalen Zeitung:
Nach der Frau war bereits in der Nacht gesucht worden, weil sie nicht - wie vereinbart - gegen 2 Uhr von einem Lokalbesuch nach Hause gekommen war. Am Samstag Morgen entdeckte nach Angaben der Polizei ein Passant die Leiche der jungen Frau, die aus Haunstetten stammt, auf dem rückwärtigen Gelände des dortigen Einkaufsmarktes. Nach ersten Erkenntnissen führte Gewalt gegen den Kopf zum Tode. Die genaue Todesursache soll eine Obduktion klären.
Die Handtasche der jungen Frau wurde aber in der Merkurstrasse in Augsburg Haunstetten aufgefunden. Die Polizei geht davon aus, dass das Opfer dort auf den Täter traf und der die Frau dann zum Fundort brachte.
"Derzeit liegen keine Anzeichen für ein Sexualverbrechen vor, aber wir müssen die rechtsmedizinische Untersuchung noch abwarten, um Genaueres sagen zu können", so ein Polizeisprechen gegenüber AZ-Online.
Die Kripo Augsburg hat eine 30-köpfige Sonderkommission ins Leben gerufen und hat folgende Fragen:

Wer hat in der Nacht zum Samstag zwischen 1 Uhr und 4.30 Uhr, im Bereich der Merkurstrasse in Haunstetten oder der Guldenstrasse (Rückseite des Einkaufszentrums) in Königsbrunn etwas Verdächtiges gesehen? Hinweise bitte an die Soko "Nora" unter der Telefonnummer 0821 / 323-2000.
Schöne Grüße
Konstantin
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Beitrag von Rosa » 09.12.2007, 13:35

Ich bin sicher, die Kripo wird den Täter finden.
Liebe Grüße
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Beitrag von Konstantin » 10.12.2007, 09:42

Update

[be41]Es war ein grausamer Tod, den Nora (18) in den frühen Morgenstunden des Samstag gestorben ist. Die Auszubildende war nach einem nächtlichen Besuch in einer Spielothek gegen 1 Uhr auf dem Weg zu ihrem Freund in Haunstetten, als sie auf offener Straße überfallen wurde.[/be41]

Ein Spaziergänger fand ihre Leiche am Samstag gegen 9 Uhr auf der Rückseite des Real-Supermarktes in der Guldenstraße in Königsbrunn. Die Kriminalpolizei hat eine 30-köpfige Sonderkommission gebildet. Eine heiße Spur gibt es nicht.

Die junge Frau hatte den Freitagabend mit Freunden in einer nahen Spielothek in Gotenstraße (Königsbrunn) verbracht. "Gegen 1 Uhr am Samstag hat sie das Lokal mit einem Begleiter verlassen, dann trennten sich die Wege", so Kripo-Chef Klaus Bayerl. Die junge Frau ging gegen 1.30 Uhr allein weiter in Richtung Haunstetten. In der Merkurstraße, einer beschaulichen Wohnstraße mit Reihenhäusern, muss es dann passiert sein: Anwohner berichten, dass sie nachts Schreie gehört hätten. Sinngemäß sei ein Satz wie "Lass mich in Ruhe" gefallen. Die Ohrenzeugen gingen aber von einem normalen Streit aus.

Am Morgen wurden dort dann die Handtasche und Kleidungsstücke des Mädchens gefunden. Doch den eigentlich schrecklichen Fund machte eine Hundehalterin. Sie entdeckte auf der Rückseite des Real-Einkaufszentrums (gegenüber liegt das Areal der Bereitschaftspolizei) die Leiche der jungen Frau - abgelegt in einem Beet mit kahlen Büschen und Abfall.

Die Polizei vermutet, dass der Täter sie einige hundert Meter weit von der Merkurstraße in das Gewerbegebiet gefahren hat. Besonders versteckt war der Körper des Mädchens nicht. Unklar ist, ob Nora schon tot war, als sie dort abgelegt wurde oder in der Kälte einen einsamen Tod starb.

Die Ermittlungen der Polizei laufen auf Hochtouren. Die Spurensicherung suchte am Samstag im Bereich Merkur-/Sonnenstraße den Boden akribisch nach Hinweisen ab. Gestern Mittag kam das Obduktionsergebnis: Bei dem Mädchen wurde massive Gewaltanwendung gegen den Kopf festgestellt. Zur Frage, ob Nora möglicherweise missbraucht wurde, will die Polizei noch nichts sagen. Etliche Ermittlerteams waren gestern unterwegs, um den Freundes- und Bekanntenkreis des Mädchens zu befragen. Die zentrale Frage ist: Hatte es der Täter auf die junge Frau abgesehen oder war sie ein reines Zufallsopfer?

Als Nora gegen zwei Uhr nicht bei ihrem Freund auftauchte, fragte dieser bei den Eltern nach, die in der Nähe in einem Mehrfamilienhaus leben. Die Polizei startete noch in der Nacht eine Suchaktion mit Hubschrauber - ohne Ergebnis.

Die Eltern und der Freund wurden vom Kriseninterventionsdienst betreut, als der Tod traurige Gewissheit war. Nachbarn der Familie schildern, dass Nora ein hübsches Mädchen gewesen sei. "Sie war mit Freunden unterwegs, wie es für eine 18-Jährige ganz normal ist", so Kripo-Chef Bayerl. Die Polizei bittet um Hinweise. Die Kripo interessiert sich für besondere Beobachtungen im Bereich Sonnen-/Merkurstraße ab 1.30 Uhr. Zudem ist von Interesse, ob am frühen Samstagmorgen im betreffenden Gebiet ein verdächtiges Auto auffiel. Auch sonstige Hinweise, auf Wunsch vertraulich, werden erbeten unter der Sondernummer 0821/323-2000.

Quelle: http://www.augsburger-allgemeine.de/Hom ... ,4289.html
Schöne Grüße
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Beitrag von Rosa » 10.12.2007, 10:01

Ach Konstantin, das nimmt einen ja wirklich mit.
Furchtbar soetwas.Und das so kurz vor Weihnachten...für die Familie entsetzlich.
Fürchterlich finde ich auch den Gedanken,dass die Nachbarn(Zeugen die die Scheie hörten) nicht aufmerksamer waren.
Bei so etwas hänge ich sofort am Fenster...habe sogar auch schon die Polizei gerufen wegen Hilfeschreie.

Wenn du magst kannst du auch gerne bei mir darüber schreiben.
Liebe Grüße
Rosa

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Beitrag von Konstantin » 10.12.2007, 10:53

Hi,

dass nimmt einen total mit, mein ganzes WE war hin als ich es erfahren habe. Dass hat mich ja von Anfang an gewundert dass keiner Schreie gehört hat. Klar wenn ich welche höre renn ich nicht gleich zum Fenster, weil die Jugend heute sowieso etwas krankhaft ihre Freizeit verbringt, aber wenn ich eine weibliche Stimme hören würde und dazu noch "lass mich in Ruhe" dann würde ich schon rausschauen. Mir tut es so leid für das Mädchen, diese Schweine haben sie in eine Gebüsch wie Müll abgelegt. Ich verstehe nicht, wie ein Mensch zu sowas in der Lage sein kann. Aus der Steinzeit sind wir doch schon seit ein paar Jährchen raus, manche verhalten sich aber immer noch so. Finde ich sehr schade, dass die Krone der Natur nicht in der Lage ist, sich menschlich zu verhalten. Tja doch leider wurde der Mensch mit einem freien Willen BESTRAFT.
Rosa hat geschrieben:Wenn du magst kannst du auch gerne bei mir darüber schreiben.
Ne, ich lass dass mal, mir fällt es schon schwer hier einen Beitrag darüber zu führen. Es wäre aber nett, wenn du es machst, damit die Nora die Würde erhält die ihr zusteht!
Schöne Grüße
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Beitrag von Rosa » 10.12.2007, 11:24

Ja die Menschen sind grausam. Ich verstehe es auch nicht.Ich versuche mich immer in die Lage so eines Täters zu versetzen und frage mich nach deren "Motivation".Mag es Verzweiflung sein ? Black out ? In manchen Situationen kann ich es mir gut vorstellen,aber in vielen auch nicht. Oft scheint es wirklich nur für das Gefühl der Macht zu sein....manchmal war ja auch garkein Mord oder eine Tötung beabsichtigt.Streit,Alkoholeinfluß läßt so manche klaren Gedanken betäuben.

In meinem Forum habe ich über den Mord geschrieben und den Zeitungsausschnitt verlinkt.
Liebe Grüße
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Beitrag von Konstantin » 10.12.2007, 12:01

Hallo,

solche Taten kann ich nur nachvollziehen, wenn jemand einen Angehörigen verloren hat und quasi als Rache handelt. Andere Situationen kann ich nicht verstehen.

Bin gespannt in welcher Situation es am Samstag eskaliert ist und zu sowas geführt hat.

Danke dir, dass du es auch bei dir postest!
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Beitrag von Rosa » 10.12.2007, 15:50

Meistens sind es ja Nichtigkeiten. Die Frustationsgrenze ist bei vielen schnell überschritten und sie können nicht damit umgehen.
Liebe Grüße
Rosa

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Beitrag von Konstantin » 10.12.2007, 15:55

Rosa hat geschrieben:Meistens sind es ja Nichtigkeiten. Die Frustationsgrenze ist bei vielen schnell überschritten und sie können nicht damit umgehen.
Seltsam ist nur, warum eigentlich das stärkere Geschlecht immer so schwach bezüglich seinen Frustationsgrenzen ist!!!
Schöne Grüße
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Beitrag von Konstantin » 11.12.2007, 10:34

Hallo,

Update:

Gestern Morgen in der Guldenstraße in Königsbrunn, wo eine Spaziergängerin am Samstagmorgen Noras Leiche fand. Auf der einen Seite das Gelände der Bereitschaftspolizei. Auf der anderen Seite der Real-Supermarkt. Zwei junge Mädchen stehen da. Nadine ist 18, ihre Freundin Ilona 15 Jahre alt. "Weiß man schon etwas Neues?", fragt Nadine. Sie ist den Tränen nahe, ringt um Fassung. "Wer hat ihr das nur angetan?", fragt Nadine mit leiser Stimme. "Sie war so eine Liebe, eine Nette."

Noras Freunde, sie trauern. Sie sind erschüttert über das, was sich am frühen Samstagmorgen hier ereignete, wo Haunstetten und Königsbrunn aneinanderstoßen. Kleine, schmucke Einfamilienhäuser reihen sich aneinander, es ist ein Gewirr aus Einbahnstraßen. So sicher fühlten sich die Menschen hier, dass manche nicht einmal die Tür versperrten, wenn sie das Haus verließen. Bis jetzt. Bis zu dieser Tat.

Nora B., die eine Ausbildung zur Groß- und Einzelhandelskauffrau machte, war am Freitagabend in einem ihrer Stammlokale, dem "Spirit" in der Gotenstraße. Gegen ein Uhr verließ sie die Kneipe. Begleitet wurde sie zunächst von einem Freund, die Wege trennten sich dann aber. In der Merkurstraße, direkt vor der Haustür ihres Freundes Michael, geschah dann die schreckliche Tat. Den bisherigen Ermittlungen der 35-köpfigen Sonderkommission "Nora" zufolge wurde die 18-Jährige gegen 1.45 Uhr mitten auf der Straße brutal überfallen. Darauf deuten Blutspuren und Kleidungsstücke hin, die dort entdeckt wurden. Und die Schreie, die einige Nachbarn hörten. Nora hat sich verzweifelt gegen ihren Peiniger gewehrt, ein Kampf ums Überleben - vergeblich. Wenige Meter weiter, an einer Wand in der Sonnenstraße, haben die Ermittler weitere Blutspuren sichergestellt. Auf Kopfhöhe. Nora muss einen brutalen Tod gestorben sein. "Gewalteinwirkung gegen den Kopf", heißt es im kühlen Polizei-Jargon. Ihre Leiche brachte der Täter dann mit einem Wagen in die Guldenstraße und flüchtete.

Die 18-Jährige, auch das ist seit der Obduktion klar, wurde Opfer eines Sexualmordes. "Es wurden DNA-Spuren entdeckt", bestätigt Augsburgs Polizeichef Walter Böhm. Auch deshalb seien am Wochenende DNA-Proben in Noras Freundes-, Bekannten- und Verwandtenkreis genommen worden - um zugleich Unschuldige auszuschließen. Die Ermittler der Soko "Nora" arbeiten Tag und Nacht. Böhm: "Wir tun alles, dieses Verbrechen schnell aufzuklären."

Quelle: Augsburger Allgemeine

hier findet ihr auch Fotos vom Tatort und Opfer.
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Beitrag von Konstantin » 11.12.2007, 18:22

Augsburger Allgemeine Update:
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Augsburg/Königsbrunn (AZ). 40 Hinweise sind bereits bei der Polizei eingegangen, doch eine heiße Spur ist bislang nicht darunter. Nun sollen "Profiler" helfen, den schrecklichen Tod der 18-Jährigen aufzuklären.

Die Spezialisten aus München erstellen aufgrund der vorliegenden Informationen ein Täterprofil. Allerdings wird dies nach Angaben der Polizei noch einige Tage dauern.


Außerdem hat die Polizei ein Flugblatt erstellt. Dies wurde in der Nähe des Tatortes, des Fundortes der Leiche und der Gaststätte, in der sich die junge Frau zuletzt aufgehalten hatte, verteilt.

Unterdessen wurden weitere Details zu der schrecklichen Tat bekannt: Nora kämpfte um ihr Leben. Sie schrie, versuchte, sich wegzureißen, hinein ins rettende Haus ihres Freundes, nur drei, vier Meter weg. Doch die 18-Jährige hatte keine Chance. Mitten im Wohngebiet, in der schmalen Merkurstraße packte ihr Mörder sie, misshandelte sie, zerrte sie in die nächste Straße.

Was dort passierte, mag man sich nicht vorstellen. An der Rückwand einer Garage entdecken die Fahnder am nächsten Morgen Blutspuren - auf Kopfhöhe. Nora starb an "Gewalteinwirkung gegen den Kopf" heißt es offiziell.

Fundort gegenüber der Polizei

Zwei Tage nach dem brutalen Tod der 18-jährigen Nora B. aus Augsburg gab die Polizei am Montag weitere Details des Verbrechens bekannt. Demnach wurde die beliebte, lebenslustige junge Frau am Samstagmorgen auf dem Weg von einer Kneipe zu ihrem Freund Opfer eines Sexualmords. Der Täter überfiel die Auszubildende gegen 1.45 Uhr auf offener Straße, verging sich sexuell an ihr, tötete sie mit brutaler Gewalt.

Danach brachte er sie in einem Fahrzeug in die nur 200 Meter Luftlinie entfernte Guldenstraße. In Sichtweite der Bereitschaftspolizei legte er sein sterbendes oder totes Opfer hinter einem Sattelzug an den Straßenrand und flüchtete.


Im Mordfall Nora geht die Polizei inzwischen von einem Sexualverbrechen aus. Dies ergab die Obduktion des Opfers.Weil er sich um sie Sorgen machte, erstattete Noras Freund noch in der Nacht zum Samstag Vermisstenanzeige. Als dann auch Kleidungsstücke und Blutspuren auf der Straße entdeckt wurden, startete die Polizei eine Großfahndung. Am Samstagmorgen gegen 9 Uhr entdeckte dann eine Spaziergängerin Noras Leiche in dem Grasstrich zwischen Straße und Supermarkt.

Wer hinter dem Verbrechen steckt, ist bis Montagabend unklar. "Einiges spricht für eine Beziehungstat", sagt Augsburgs Polizeichef Walter Böhm. "Wir können aber auch nicht ganz ausschließen, dass Nora ein Zufallsopfer wurde."

Eine 35-köpfige Sonderkommission arbeitet derzeit an dem Fall. Hoffnung setzen die Ermittler dabei vor allem auf die DNA-Spuren, die am Tatort und an der Leiche gesichert wurden. Sie werden momentan mit der Gen-Datenbank der Polizei abgeglichen. Auch von Verwandten, Bekannten und Freunden der 18-Jährigen wurden DNA-Proben genommen. Noras Freund und ihr letzter Begleiter, die zunächst im Visier der Fahnder standen, wurden laut Polizei bereits entlastet. "Sollten wir nicht weiterkommen, wäre auch ein Massen-Gentest denkbar", sagt Polizeichef Böhm.

Vor allem aber hoffen die Fahnder der Soko "Nora" weiter auf Hinweise aus der Bevölkerung. Mehrere Dutzend sind bereits über die Sondernummer 0821/323-2000 eingegangen. "Diese werden jetzt nach und nach abgearbeitet", sagt Polizeisprecher Manfred Gottschalk. Eine heiße Spur war aber offenbar noch nicht darunter.


Bei den Menschen, die am Tatort wohnen, herrschte Fassungslosigkeit. So mancher macht sich Vorwürfe. Einige hatten Noras nächtliche Rufe gehört. "Lass mir meine Ruhe", soll sie geschrien haben. Doch zu Hilfe kam ihr niemand. "Ich dachte an einen ganz normalen Streit", so ein Anwohner.

Quelle: Augsburger Allgemeine
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Beitrag von Rosa » 11.12.2007, 20:10

Konstantin hat geschrieben:
Rosa hat geschrieben:Meistens sind es ja Nichtigkeiten. Die Frustationsgrenze ist bei vielen schnell überschritten und sie können nicht damit umgehen.
Seltsam ist nur, warum eigentlich das stärkere Geschlecht immer so schwach bezüglich seinen Frustationsgrenzen ist!!!
Ja das verstehe ich auch nicht. Aber das jetzt zu diskutieren ? Glaube das könnten Psychologen besser.
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Beitrag von Konstantin » 12.12.2007, 10:20

AZ Update:
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Augsburg. "Warum?" Zwischen Kerzen, Rosen und einer Engelsfigur liegt ein Stück Papier in Klarsichtfolie mit einer Frage, die noch keiner beantworten kann. Vier Tage nach der brutalen Ermordung der 18-Jährigen hofft die Polizei auf "Profiler" und ein Video.

Bei der Fahndung nach dem unbekannten Verbrecher setzt die Polizei nicht nur auf DNA-Spuren und die Aufzeichnungen einer Videokamera, sondern auch auf Hilfe vom Polizeipräsidium München: Experten der Abteilung "Operative Fallanalyse" sollen nun versuchen, ein Profil des Täters zu erstellen.

Nora B. war am frühen Samstagmorgen vor dem Haus ihres Freundes angegriffen und mit brutaler Gewalt getötet worden. Ermittler vermuten, dass sie auch Opfer eines Sexualverbrechens wurde. Die nur noch teilweise bekleidete Leiche des Mädchens wurde erst morgens an einer Straße nahe der Königsbrunner Bereitschaftspolizei entdeckt - der Täter hatte sie offenbar mit einem Fahrzeug dorthin gebracht.

35 Beamte suchen seitdem nach dem Mörder. Am Tatort und an der Leiche gesicherte DNA-Spuren wurden inzwischen mit der Gendatenbank des Bundeskriminalamts abgeglichen - ohne Treffer. Auch die Befragungen von Anwohnern des Tatorts, von Freunden und Bekannten der Auszubildenden, führten bis Dienstag nicht zu einer heißen Spur. "Allerdings sind die Befragungen noch längst nicht abgeschlossen", sagte Polizeisprecher Manfred Gottschalk.

Der Lageplan zeigt, wo die 18-Jährige womöglich ermordet und wo ihre Leiche entdeckt worden ist. Klicken Sie auf die Lupe oben rechts, um das Bild zu vergrößern.
In Flugblättern, die Beamte in Königsbrunn und dem Augsburger Stadtteil Haunstetten verteilten, wurden die Menschen aufgerufen, weiter Hinweise zu geben. Rund 40 waren bis dahin eingegangen, zu einem Verdächtigen führten sie - noch - nicht. Ebenfalls ausgewertet werden derzeit Aufnahmen einer Überwachungskamera in der Billard-Kneipe, in der Nora Freitagnacht war. Zeigt das Video die 18-Jährige kurz vor ihrem Tod? Oder gar mögliche Verdächtige? "Die Auswertung läuft noch", hieß es bislang nur.

Auch die Vernehmungen von Anwohnern, Freunden und möglichen Zeugen und Kontaktpersonen gingen weiter.

Freunde oder Bekannte von Nora haben einen letzten Gruß an die 18-Jährige in dem Beet hinter dem Real-Supermarkt in der Königsbrunner Guldenstraße abgelegt. Auch gestern hinterließen immer wieder Menschen im Schneegestöber Kerzen oder Blumen.

Der Tod des Mädchens bewegt auch Fremde, aber vor allem natürlich die Menschen aus ihrem Umfeld. "Sie war einer der nettesten Menschen, die ich gekannt habe", sagt Isa ( 18 ). Die jungen Frauen machten zusammen eine Ausbildung im selben Betrieb. "Wir hatten immer vor, nach Feierabend mehr zu unternehmen. Jetzt ist es zu spät." In dem mittelgroßen Augsburger Unternehmen ist die Stimmung seit Samstag gedrückt. "Nora war immer freundlich und gewissenhaft", sagt ihr Chef. "Wir sind total sprachlos und schockiert. Als sie sich letzte Woche verabschiedet hat, haben wir noch geflachst."

Die Eltern sind traumatisiert

In der Berufsschul-Klasse, die Nora besuchte, soll der Tod der jungen Frau demnächst thematisiert werden. Die Schüler besuchen neben der Lehre immer nur an zwei Tagen pro Woche die Schule, seit dem Mord stand noch kein Unterricht an. "Wir werden das Geschehen am Donnerstag mit einer Religionslehrerin in der Klasse aufarbeiten", sagt Berufsschulleiter Harald Horn.

In Haunstetten ist die Betroffenheit auch Tage nach der Tat groß. Hier ist Nora mit ihren Schwestern aufgewachsen, hier leben ihre Eltern, die immer noch völlig traumatisiert sind, in einem Mehrfamilienhaus. In Haunstetten ging Nora auf die Albert-Einstein-Schule, im TSV Haunstetten war sie bis vor einigen Jahren in der Handballmannschaft. Im vergangenen September begann sie in Augsburg eine Lehre als Groß- und Außenhandelskauffrau. Jetzt hängen in den Geschäften in Haunstetten Plakate der Polizei, in denen um Mithilfe bei der Aufklärung der Tat gebeten wird.

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